15.04.2026
1942 zerschlug die Geheime Staatspolizei eine in Wien und Niederösterreich sowie innerhalb der Deutschen Wehrmacht aktive Jugendgruppe, die Widerstand gegen den Nationalsozialismus leistete. Die Gestapo bezeichnete die Gruppe nach einer der von ihr im Untergrund vertriebenen Schriften „Soldatenrat“. Ihre Mitglieder waren sehr jung, meist kaum über 20 Jahre alt. Eine der Koordinatorinnen der Gruppe, Elfriede Hartmann, war bei ihrer Verhaftung noch nicht 21. Aus der Haft schrieb sie 38 Kassiber an ihre Eltern und ihre Schwester Gerda, die sie mit der Wäsche hinausschmuggelte. In kleinster Schrift auf Stoff oder Papier schilderte sie eindringlich den Haftalltag. Sie versuchte sich für ihren ebenfalls inhaftierten Freund Rudi einzusetzen und ihre Eltern zu beruhigen. Nachdem sie von der Mutter erfährt, dass Rudi hingerichtet wurde, verliert sie den Lebensmut. Elfriede Hartmann war eine von 1.183 Menschen, die von den Nationalsozialisten im Wiener Landesgericht geköpft wurden.
Johanna Mertinz liest aus ihrem Buch „Mut, Mut - noch lebe ich“ und der Mitherausgeber, der Historiker Winfried R. Garscha (Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes - DÖW), gibt historische Ergänzungen und Einordnungen zum Buch.
Vortragende: Mag.a Dr.in Johanna Mertinz, Dr. Winfried R. Garscha
Ort: Kobersdorf - Synagoge/ Schlossgasse 25
Termin: Mi. 15.04.2026, 18:00 Uhr
Anmeldung: 0 26 26/ 67 740, mattersburg@vhs-burgenland.at
Gefördert von: KBB - Kultur-Betriebe Burgenland GmbH.
