Nationalsozialismus - Holocaust - Gedenkarbeit
In den vergangenen zwei Jahrzehnten haben sich die Rahmenbedingungen für das Erinnern an die NS-Zeit wesentlich geändert. Seit der so genannten Waldheim-Debatte Ende der 1980er Jahre scheint der "Schweigekonsens" der Nachkriegs- und Aufbaugeneration gebrochen. Dennoch deutet vieles darauf hin, dass Erinnern an die NS-Zeit und das Gedenken an die Opfer noch längst nicht selbstverständlich sind.
Aktuelle gesellschaftliche und politische Entwicklungen, wo Fremdenfeindlichkeit und Rassismus sowie nationalistische und rechtsextreme Strömungen neuen Aufschwung erleben, zeigen, dass Aufklärung über Nationalsozialismus und Holocaust sowie Gedenkarbeit nach wie vor zu einer der wichtigsten Aufgaben einer Gesellschaft gehören, die sich ihrer Herkunft bewusst stellen und die Zukunft in ihre eigene Hand nehmen will.
Deshalb ist für die Burgenländischen Volkshochschulen das Thema "Nationalsozialismus - Holocaust - Gedenkarbeit" ein Schwerpunkt im Fachbereich "Politische Bildung". Gemeinsam mit anderen Institutionen, Vereinen und Gruppen werden regelmäßig Projekte durchgeführt (Filmreihen, Gedenkstättenreise, Ausstellungen, Schulprojekte, ...).
Eine langjährige Zusammenarbeit gibt es mit dem Verein RE.F.U.G.I.U.S. - Rechnitzer Flüchtlings- und Gedenkinitiative - wobei u. a. jährlich im März ein Symposium in Oberwart und eine Gedenkveranstaltung für alle Opfer beim Südostwallbau beim Kreuzstadl in Rechnitz gemeinsam durchgeführt werden.
Weiters sind die Burgenländischen Volkshochschulen am Vermittlungsprojekt "Nationalsozialismus und Holocaust: Gedächtnis und Gegenwart" www.erinnern.at des bm:bwk/ Abt. für politische Bildung und Abt. für bilaterale Angelegenheiten beteiligt.
