Entwicklung und Struktur
Im Burgenland kam es 1968 zu den ersten kommunalen Volkshochschulgründungen. 1969 konstituierte sich der Landesverband Burgenländischer Volkshochschulen, dessen Dachverbandsaufgaben die Vertretung der Volkshochschulen nach außen und die Unterstützung der örtlichen Volkshochschulen waren.
Im Laufe der letzten 15 Jahre wurden Regionalstellen des Landesverbandes in Oberwart, Halbturn, Jennersdorf und Eisenstadt eingerichtet, in denen hauptberufliche MitarbeiterInnen Bildungsprogramme für die Regionen durchführen. Nach wie vor sind in 10 Gemeinden kommunale Volkshochschulvereine tätig, die für die lokale Bildungsarbeit zuständig sind: Mattersburg, Güssing, Neusiedl/ am See, Oberpullendorf, Rust, Pinkafeld, Jennersdorf, Gols, Zurndorf und Eisenstadt. Sieben davon werden ehrenamtlich geführt. Zusätzlich gibt es noch die Volkshochschulen der Burgenländischen Kroaten, der Burgenländischen Roma und der Burgenländischen Ungarn für die volksgruppenspezifische Bildungsarbeit.
Dieses Ineinandergreifen von Regionalstellen, örtlichen Volkshochschulen und Volksgruppenvolkshochschulen ermöglicht ein Anpassen an den jeweiligen regionalen Bedarf. Das Spektrum des Bildungsprogramms umfasst: Politische Bildung, Zweiter Bildungsweg, Bildungsberatung, Sprachen, Schlüsselqualifikationen, EDV, Gesundheit und Bewegung, Kreativität.
Bis 1985 wurde Volkshochschularbeit vorwiegend ehrenamtlich geführt.
Mit Hilfe von Personalsubventionen, Regionalförderungen und der Durchführung erster Projekte setzte sich zunehmend Professionalisierung durch. Seit 1995 wird das Burgenland von der Europäischen Union durch Ziel-1-Förderungen unterstützt, für die Volkshochschulen bedeutete dies den weiteren Ausbau der Projektarbeit und die Einrichtung von Fachbereichen.
VertreterInnen kommunaler Volkshochschulen, Volksgruppenvolkshochschulen und nominierte VertreterInnen für Fachbereiche bilden den Vorstand des Landesverbandes der Burgenländischen Volkshochschulen. Geführt wird dieser von zwei ehrenamtlichen Vorsitzenden.
Die Burgenländischen Volkshochschulen sind Mitglied des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen. Weiters leisten sie durch ihr Engagement in der BuKEB Burgenländische Konferenz der Erwachsenenbildung einen großen Beitrag für die regionale Bildungslandschaft.
Fast alle hauptberuflichen MitarbeiterInnen sind neben der Kursarbeit in Projekten tätig. Mit 1. Jänner 2011 sind 15 MitarbeiterInnen (davon 9 teilzeitbeschäftigt) auf der MitarbeiterInnenliste.
120 MitarbeiterInnen arbeiten für uns auf ehrenamtlicher Basis und mehr als 500 Personen sind als KursleiterInnen und ReferentInnen mit freien Dienstverträgen bei den Burgenländischen Volkshochschulen tätig.
Der Landesverband besitzt keine eigenen Räumlichkeiten, sondern hat an seinen Standorten Räume gemietet, in denen sich Büros und teilweise Seminarräume befinden.
