EU Ziel 1 Programm Burgenland

Regionale Weiterbildung und Bildungsberatung

1996-1999
Gefördert durch

Fonds für regionale Entwicklung der Europäischen Union, Land Burgenland, Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur im Rahmen der Maßnahme 5.4./ Einrichtung und Ausbau regionaler Ausbildungs- und Kommunikationszentren. Im Rahmen des Programmplanungsdokuments aufgrund des Ziel-1-Entwicklungsplans im Sinne der Strukturverordnung der Europäischen Union.

Projektziele

Das Projekt "Regionale Weiterbildung und Bildungsberatung" zur Strukturverbesserung im inhaltlichen, qualitativen und regionalen Bereich setzt auf mehreren Ebenen an:

Projektinhalte
Regionale Bildungsarbeit

Auf regionaler Ebene soll kontinuierlich ein breites professionell organisiertes Bildungsprogramm angeboten werden, das die Potenziale einer Region erkennt und unterstützt, und das flexibel auf regionale Entwicklungen und Bedürfnisse reagiert. Insgesamt sollen der Zugang zu Weiterbildung und die Weiterbildungsbereitschaft in der ländlichen, entwicklungsschwachen Region verbessert werden. Daher ist besonders auf eine Verbesserung der Struktur im Landessüden zu achten.
Regionale Bildungszentren wurden geschaffen in Oberwart (Regionalstelle Süd), Jennersdorf (Regionalstelle Jennersdorf) und Halbturn (Regionalstelle Nord).
Arbeitsschwerpunkte: Verbesserung des regionalen Kursangebots (kontinuierliches Kernangebot), regionale Vernetzung und Kooperationen, Bildungsservice.
In jeder Region gibt es ein spezielles Angebot zur politischen, persönlichen und beruflichen Bildung in den Bereichen Sprachen, Zweiter Bildungsweg, Bildungsberatung, Schlüsselqualifikationen und regionsspezifische Bildungsangebote.

Bildungsberatung

Die Hauptgründe, Bildungsberatung in Anspruch zu nehmen, sind: Hilfe bei der Studienwahl, Bildung zur persönlichen Weiterentwicklung, Umorientierung im Beruf, Auswahl einer Weiterbildungsmaßnahme im Falle der Arbeitslosigkeit und das Nachholen von Bildungsabschlüssen in Form des Zweiten Bildungsweges.
Umsetzung: Ausweitung der Bildungsinformation und Bildungsberatung bzw. der individuellen Beratungsgespräche durch personelle, räumliche und zeitliche Erweiterung der Bildungsberatungstätigkeit.

Zweiter Bildungsweg

Das Nachholen von Bildungsabschlüssen wird angesichts der neuen beruflichen und gesellschaftlichen Anforderungen immer bedeutender. Diesbezügliche Angebote sind gerade im Sinne der Chancengleichhheit und der Durchlässigkeit unseres Bildungssystems wesentliche Voraussetzungen.
Angeboten werden: Vorbereitungslehrgänge für die AHS-Exter-nistenreifeprüfung, Beamtenaufstiegsprüfung, Berufsreifeprüfung, Studienberechtigungsprüfung, sowie den Hauptschulabschluss. Dazu gibt es ein vollständiges Angebot in Eisenstadt und Oberwart und verstärkt einzelne Grundkurs-Angebote in den anderen Regionen.
Begleitende Maßnahmen:

Sprachen

Die Sprache des anderen verstehen zu lernen, ist für das Zusammenwachsen in Europa ein fast unabdingbare Voraussetzung. Gerade für das Burgenland ist die die Frage des Austausches mit den Nachbarländern aktueller denn je.
Innerhalb der Organisation wurde ein neuer Fachbereich eingerichtet, der für das gesamte Angebot der Volkshochschulen im Bereich Sprachen zur Ausweitung und Professionalisierung beitragen soll.
Durchgeführte Maßnahmen:

Schlüsselqualifikationen

Die raschen Veränderungen in der Gesellschaft und in der Arbeitswelt stellen permanent neue Anforderungen, wobei europaweit die Integration von beruflicher, allgemeiner, politischer und persönlicher Bildung betont wird.
In den Burgenländischen Volkshochschulen kam es daher zum Neuaufbau eines Kurs- und Seminarangebots zur politischen, beruflichen und persönlichen Weiterbildung sowie von Angeboten für spezielle Zielgruppen.
Im Bereich Schlüsselqualifikationen wird jedes Semester ein Seminarprogramm erarbeitet, das in Eisenstadt und Oberwart angeboten wird.
Die Schwerpunktbereiche sind:

Über dieses Seminarprogramm hinaus werden auch betriebs- und organisationsinterne Seminare durchgeführt (in Verbindung mit Angebot zur Qualifikationsberatung).

Begleitende Maßnahmen
Personalentwicklung

Neudefinition der Aufgabenbereiche für alle MitarbeiterInnen; für die bereits vorher bei den burgenländischen Volkshochschulen tätigen MitarbeiterInnen haben sich durch das Projekt neue Aufgabenfelder entwickelt.
Auswahl und Anstellung zusätzlicher MitarbeiterInnen: für den Fachbereich Sprachen, für Bildungsberatung und Zweiter Bildungsweg in der Region Süd, für die Regionalstelle Süd und die Regionalstelle Jennersdorf.
Integration der neuen Arbeitsfelder und der neuen MitarbeiterInnen, sowie Schaffung der erforderlichen Rahmenbedingungen. Alle MitarbeiterInnen des Projekts treffen einander regelmäßig zu ganztägigen Arbeitsbesprechungen. Zusätzlich finden Arbeitstreffen innerhalb der Fachbereiche und für einzelne Projekte statt. (z. B. Tourismusprojekt, Qualitätssicherungsmaßnahmen,...). Weiters gibt es Klausuren und interne Workshops bzw. Seminare.

Qualitätsstandards

Ein Handbuch für Qualitätsstandards wurde von MitarbeiterInnen der verschiedenen Bereiche erarbeitet. Als Grundlage für die Standards wurden Arbeitsabläufe dokumentiert und analysiert, Formulare neu gestaltet und versucht, ein einheitliches Design beizubehalten. Gesamt wurde damit ein wichtiger Schritt in die Richtung Corporate Identity und Corporate Design gesetzt.

Bauliche Maßnahmen/ Adaption der Büroinfrastruktur

Regionalstelle Süd in Oberwart: Anmietung und Adaptierung von größeren Räumlichkeiten für den ansteigenden Büro- und Kursbetrieb.
Eisenstadt: Verbesserung der Seminarraum- und Büroinfrastruktur.
Regionalstelle Jennersdorf: Anmietung eines Büros.
In allen regionalen Stellen Verbesserung der EDV-Infrastruktur und Schaffung von Internetzugängen.