Gemeinschaftsinitiative EQUAL in Österreich
Die Gemeinschaftsinitiative EQUAL - die zu gleichen Teilen aus dem Europäischen Sozialfonds und aus nationalen Mitteln finanziert wird - hat das Ziel, neue Wege zur Bekämpfung von Diskriminierung und Ungleichheiten im Zusammenhang mit den Arbeitsmarkt zu finden und zu erproben.
Mit EQUAL werden in inhaltlicher und organisatorischer Hinsicht neue Wege beschritten. Das Programm ist stark thematisch ausgerichtet und basiert auf der Zusammenarbeit relevanter AkteurInnen im Arbeitsmarkt- und Bildungsbereich in einer Region oder in einer Branche bzw. Thematik.
Insbesondere drei Merkmale kennzeichnen das EQUAL Programm:
- In den so genannten Entwicklungspartnerschaften arbeiten unterschiedlichste Einrichtungen und AkteurInnen der Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik zusammen und erarbeiten gemeinsame arbeitsmarktpolitische Ziele für eine Region, Branche oder in Bezug auf eine arbeitsmarktpolitische Thematik.
- Die so entstehenden Partnerschaften müssen innovative Aktivitäten und Methoden umsetzen und diese regional oder sektoral weiter tragen.
- Zugleich arbeiten diese Entwicklungspartnerschaften transnational mit PartnerInnen aus anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union zusammen.
Plan:b
Im Juli 2005 war Umsetzungsstart von plan:b (Plattform für Arbeitszeit-, Nahverkehrs- und individuelle Betreuungslösungen für Frauen im Mittel- und Südburgenland). In dieser regionalen EQUAL-Entwicklungspartnerschaft führen die Burgenländischen Volkshochschulen gemeinsam mit der Frauenberatungsstelle Oberpullendorf und dem Österreichischen Institut für Jugendforschung das Modul "Frauen Forum Initiativ" durch. Die Zielgruppen sind benachteiligte Frauen in der Region des Mittel- und Südburgenlandes. Ziel des Moduls ist das Empowerment und die Stärkung der Handlungskompetenz der Frauen durch das Erkennen, Benennen und Dokumentieren der bisher (ob im formellen, informellen und/ oder non-formellen Lernprozess) erworbenen Fähigkeiten und Kompetenzen mittels Kompetenzfeststellung, Kompetenzanerkennung und Kompetenzzertifizierung. Modulinhalt sind Informations-veranstaltungen in 12 Gemeinden zur Zielgruppenakquirierung, in zumindest 10 Gemeinden Einstiegsworkshops und jeweils vier Workshops zur "Kompetenzfeststellung und Kompetenzanerkennung" nach dem CH-Q Verfahren (Schweizerisches Qualifikationsprogramm zur Berufslaufbahn) als Selbstbeurteilungsprozess. Zusätzlich gibt es Assessmentcenter zur Testung der sozialen und kommunikativen Kompetenzen (Fremdbeurteilung).
Epima 2
Die Burgenländischen Volkshochschulen sind in der österreichweiten Entwicklungspartnerschaft Epima 2 zur Integration minderjähriger AsylwerberInnen beteiligt. Im burgenländischen Modul arbeiten die Burgenländischen Volkshochschulen (Deutsch- Intensivtraining) und das Berufsförderungsinstitut Burgenland (Berufsorientierung und -vorbereitung) zusammen, um Integrationshemmnisse für die Zielgruppe der AsylwerberInnen im Alter von 15 bis 25 Jahren zu überwinden. Projektzeitraum: Juli 2005 bis April 2007.
